Im Zweiten Golfkrieg, der Operation Desert Storm, der mit dem Einmarsch irakischer
Streitkräfte in Kuwait im August 1990 ausgelöst wurde, übernahmen SEALs wieder
für sie typische Aufgaben. Schon vor der eigentlichen Landung alliierter
Streitkräfte unternahmen die SEALs (Team 2 und 5 waren im Irak)
Aufklärungsaufträge an der Küste des Feindes. An der Einhaltung des gegen Irak
verhängten Embargos waren die SEALs ebenfalls beteiligt. Verdächtige Schiffe
wurden von SEALs, nach dem diese sich von Hubschraubern abgeseilt haben oder sich mit
Booten näherten, aufgebracht und untersucht. Neben diesen Boarding Einsätzen
wurden SEALs auch zum Minenräumen eingesetzt. Teile des SEAL Team 5 operierten
im Inland. Ähnlich dem SAS unternahmen sie Erkundungsaufträge und beteiligten
sich an Einsätzen zur Zerstörung von SCUD Raketenstellungen. Vor dem
eigentlichen Eingreifen der Alliierten unternahmen die SEALs in der Nacht des
23. Februar 1991 ausgeklügelte Täuschungsmanöver an den vom Feind überwachten
Strandabschnitten Kuwaits. Dazu schwammen die SEALs an die Küste, platzierten
Sprengladungen und Leuchtbojen und verschwanden dann wieder. Durch Auslösung der
Sprengladungen und Leuchtbojen wurden dem Gegner Invasionsaktivitäten
vorgetäuscht und dessen Kräfte erheblich gebunden. Auch bei der Einnahme Kuwaits
waren die SEALs in ihren Light Strike Vehicles an vorderster Spitze dabei.
|