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Operation Enduring Freedom
SEAL gibt seinen Kameraden während einer Suchaktion im Osten Afghanistans Deckung. 24. Januar 2002. © U.S. Navy

Der nächste bekannte Einsatz kam für die SEALs im Anschluss an den 11.September 2001 mit der so genannten Operation Enduring Freedom. Die SEALs gehören zu den Truppenteilen, die als erste in Afghanistan waren. Das Ziel dieser Operation bestand darin, wichtige Taliban und Al Kaida führer zu finden. So wurde im Februar 2002 z.B. ein führender Talibanvertreter (Mullah Khairullah Kahirkhawa) festgenommen werden.
Des weiteren führeten die SEALs Spähaufträge durch und suchten nach Munitionsverstecken. So konnte im Januar 2002 ein großer Erfolg verbucht werden: Man fand ein unterirdisches Tunnelsystem im Osten des Landes, in dem große Mengen an Munition versteckt worden sind.
Jedoch verloren die SEALs in Afghanistan auch einige Soldaten: Der bekannteste Fall dürfte der gefallenen Neal Roberts sein. Am 4. März 2002 befand sich Roberts in einem MH-47E Helikopter der auf dem Weg zu einem Berg mit dem Namen Takur Ghar war. Auf diesem Berg sollte ein Überwachungsposten eingerichtet werden. Der Helikopter geriet allerdings bereits beim Anflug in heftiges Abwehrfeuer. In den Wirren nach einem Treffer fiel Roberts, der sich an der Rampe befand, aus dem Helikopter, dessen Pilot 7 km weiter eine Notlandung vornehmen musste. Ein Rettungsteam, ebenfalls mit SEALs besetzt, welches unmittelbar nach dem Vorfall zur Rettung Roberts ausgesendet wurde, geriet in heftige Gefechte auf dem Berg. Dabei wurden zwei weitere SEALs verwundet und 5 US Soldaten getötete. Roberts konnte nur noch Tod geborgen werden.