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Operation Urgent Fury
Als 1983, auf der kleinen Insel Grenada in der Karibik, kommunistische Kräfte die Regierung stürzte und amerikanische Staatsbürger, hauptsächlich Studenten und Touristen, bedrohte, beschloss der damalige Präsident Reagean das die USA in einer Polizei-Aktion dort wieder Frieden und Ruhe einrichten würden. Es wurden in Windeseile Pläne für eine Intervention erstellt, so sollten die Ranger mit dem Fallschirm abspringen und die Marines anlanden. Die Spezialeinsatzkräfte der verschiedenen Teilstreitkräfte wurden ebenfalls angefordert, darin eingeschlossen waren SEALs der Teams 4 und 6. Diese größte Militäraktion der Vereinigten Staaten, seit Vietnam, musste erfolgreich sein.

Die SEALs vom Team 6 erhielten den Auftrag, mit Hilfe von Combat Controllers der Air Force, einige Tage vor der Invasion, Sendeanlagen in der Nähe des Flugplatzes Point Salines anzubringen. Die SEALs sollten mit dem Fallschirm im Meer vor der Küste abspringen und dann in die ebenfalls abgeworfenen Boston- Whaler-Boote einsteigen. Trotz absolut schlechter Witterungsbedingungen wurde der Einsatz nicht abgebrochen und das Resultat war das vom ersten Team drei SEALs und vom zweiten Team ein SEAL ertranken. Diese Operation war gescheitert.
Ein weiterer Auftrag für die SEALs vom Team 6 war die Eroberung eines Radiosenders, doch auch hier ergaben sich Probleme. So trafen die Hubschrauber erst bei Tagesanbruch ein, einer denkbar schlechten Zeit für einen Angriff. Zuerst konnten die SEALs die schwachen Sicherungskräfte um den Radiosender problemlos überwältigen, doch dann näherte sich ein gepanzertes Fahrzeug und Verstärkung. Hier zeigte sich das jegliche Luftunterstützung für die SEALs vergessen worden war und daraufhin sie sich in Richtung Strand absetzen mussten. Der Sender wurde wenig später durch Luftangriffe zerstört.
Eine weitere nicht sehr geglückte Aktion war die Eroberung des Regierungsgebäudes. Dort gelang es erst nach einem zweiten Versuch die Landung mit den Hubschraubern. Zuerst sicherten die SEALs die wichtigen Personen und gruben sich ein, doch auch hier zeigte sich, dass die SEALs zu schwach waren und sie mussten 24 Stunden ausharren bis Marines kamen um sie herauszuholen. Eine erfolgreiche Aktion war dagegen die des SEAL Team 4. Hier klärte ein Zug den Strand auf und konnte so herausfinden das eine amphibische Anlandung zu gefährlich war.
Die USA hatten diese Militäraktion zwar gut überstanden, doch es waren etliche Fehler, vor allem im Bereich der Spezialeinheiten, aufgetreten. Hierfür war der Konkurrenzneid innerhalb der Streitkräfte und die voreilige Planung verantwortlich. So wurden die SEALs für Aufgaben herangezogen, für die ein Elite-Infanterieverband, wie die Ranger, besser geeignet gewesen wäre.